Das Original seit 20 Jahren 15.000 zufriedene Kunden ab 100,- € versandkostenfrei

Ysop

Vorkommen

Bienenkraut, Eisenkraut, Ibsche, Isop und eine Reihe weiterer Bezeichnungen umschreiben den Halbstrauch, der sowohl als Würz-Kraut als auch als Heilpflanze bekannt ist: Ysop (Hyssopus officinalis) wird zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae) gerechnet, der auch Salbei, Thymian und Rosmarin angehören. Sein Name stammt aus dem Hebräischen und lässt sich mit Heiliges Kraut übersetzen.

Wild wächst das mehrjährige Kraut bevorzugt auf kalkhaltigen Magerwiesen, Hängen und Geröllhalden bis in hohe Lagen sowie auf Natursteinmauern. An sonnigen Standorten mit durchlässiger Erde gedeiht Ysop am besten. Dementsprechend liegt die Heimat des Strauches im Osten und Süden Europas. Doch im Laufe der Zeit stieß der mediterran verwöhnte Ysop auch weiter nördlich vor. Bereits im Mittelalter erblühte er in unzähligen Klostergärten. Und auch heute ist er für den Garten eine schöne Zierde und zudem als Schwachzehrer recht pflegeleicht.

Inhaltsstoffe

Ysop enthält an Inhaltsstoffen das gleichnamige ätherisches Ysop-Öl mit Pinocamphon und Isopinocamphon als wichtige Komponenten. Bitterstoffe, Glykoside, Gerbstoffe und Cholin sowie ein geringer Anteil an Campher stecken ebenfalls in dem Kraut.

Wirkweise

Als Staude im Garten macht Ysop mit seinem würzig-aromatischen Duft eine gute Figur. Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten finden in den Sträuchern eine äußerst ergiebige Nektar- und Pollenquelle.

Die Blätter und Blüten – ob frisch geerntet oder getrocknet – lassen sich in der Küche vielfach verwenden. Geschmacklich erinnert Ysop an Salbei und Kampfer. Salaten, Quark, Suppen sowie Fisch- und Kartoffelgerichten verleiht er eine leicht bittere Note. Wegen seines intensiven Geschmackes genügt es, die Speisen mit einigen wenigen Blättern zu würzen.

Auch als Heilpflanze wurde Ysop bereits lange geschätzt und schon früh in Klostergärten herangezogen. Im Mittelalter wies Hildegard von Bingen auf seine positiven Effekte für die Gesundheit hin. In der Hildegard-Medizin stellt Ysop deshalb eine gern genutzte Zutat dar. Vor allem den Magen-Darm-Trakt sollten Zubereitungen mit ihm in Schwung bringen.

Heute wird Ysop wegen seiner Inhaltsstoffe zusätzlich eine blutreinigende, blutstillende, krampflösende und schleimlösende Wirkung zugeschrieben. Bei Erkältungen soll er als Hausmittel Husten lindern. Bei Heiserkeit soll es helfen, Ysop zu gurgeln.

In Bezug auf Ysop-Öl, das aus der Pflanze durch Destillation gelöst wird, wird diskutiert, ob es auch stimulierend wirkt. So könnte sich sein Einsatz als pflanzlicher Stimmungsaufheller bei Depressionen lohnen.

Aussehen

Ysop erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern. Bei guter Pflege entwickelt sich daraus ein ausgiebiger Busch. Die an Kurztrieben angeordneten Blätter sind beidseitig mit Öldrüsen besetzt. Die Blüte beginnt im Juni und reicht bis in den August hinein. Mehrere der fünfzähligen Blüten bilden eine Scheinähre. Meist leuchten sie in Blau oder Violett, manchmal auch in Weiß oder Rosa.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.