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Gänsefingerkraut

Vorkommen

In Mitteleuropa ist das Gänsefingerkraut (Potentilla anserina L.) weit verbreitet. Die gemäßigten Gebiete der Nordhalbkugel bilden seine Heimat. Wiesen, Äcker, Weiden, Ufer- und Wegränder besiedelt das Rosengewächs großflächig. Nährstoffreiche Böden sind dem Kraut am liebsten, aber selbst auf steinigen Untergründen schlängelt sich das Gänsefingerkraut empor.

Wirkweise

Als Heilpflanze hat Gänsefingerkraut vor allem als Krampfkraut Bekanntheit erlangt. Seine krampflösende Wirkung entfaltet es vor allem in den Verdauungsorganen und der Gebärmutter. Deswegen dient es häufig als pflanzliches Mittel bei Magen-Darm- und Menstruationsbeschwerden. Auch eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkweise wird der Heilpflanze nachgesagt. Gekaut soll die Wurzel ebenfalls bei Zahnfleischentzündungen helfen.

Verabreicht wird Gänsefingerkraut gern als Tee oder in Milch gelöst – auf Letzteres schworen vermutlich schon die alten Germanen. Die fetthaltige Milch verbessert die Aufnahme der Wirkstoffe. Für die äußerliche Anwendung lässt sich aus den Blüten, Blättern und Stielen des Rosengewächses eine Tinktur zubereiten, um entzündete Wunden zu behandeln.

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe zählen zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Gänsefingerkrautes. Bitterstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide und Cholin sind ebenfalls enthalten.

Aussehen

Die zweiachsige Staude mit den gefiederten Blättern wächst gerade einmal 30 Zentimeter hoch. An den Blattachsen bilden sich Ausläufer, aus denen neue Wurzeln treiben, wodurch sich die schnelle Verbreitung erklärt. Zwischen Mai und September blüht das Gänsefingerkraut in leuchtendem Gelb. Nur wenn die Sonne scheint, sind die Blüten vollständig geöffnet. In Trockenperioden biegt das Kraut seine Blätter auf, um auf diese Art und Weise mehr Licht und wahrscheinlich auch Wärme zu reflektieren.

Wissenswertes

In der Tierheilkunde hat sich Gänsefingerkraut ebenfalls bewährt und bekämpft beispielsweise Koliken bei Wiederkäuern. Landwirte nutzen das Kraut häufig zur Behandlung ihrer Tiere, die es wiederum gern fressen – wächst es doch häufig auf Weiden. Auch Gänse sind von Gänsefingerkraut angetan. Daher stammt wahrscheinlich die namentliche Verwandtschaft zwischen dem Tier und der Pflanze.

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